Aus der Geschichte Ahlbecks

Gegründet wurde Ahlbeck schon um 1693 als Ahlebeck, was so viel wie Aalbach bedeutete und auf ein großes Vorkommen des beliebten Aals hindeutet. So war Ahlbeck dann auch erst einmal ein klassisches Dorf mit Fischereibetrieb, Landwirtschaft, Wassermühle und Teerbrennerei. Der preußische König Friedrich II. kümmerte sich um die Meloration, also den Erhalt der Landflächen und bald gab es ein Ahlbeck königlichen Anteils und ein Ahlbeck adligen Anteils.

Nach der Gründung des ersten deutschen Seebades am Heiligen Damm bei Doberan gab es zunächst ein Interesse an Grundstücken an der Ostsee auf Usedom und Georg Bernhard von Bülow verkaufte bis 1820  Grundstücke an Neu-Insulaner. Für 18 Jahre wurden dann keine weiteren Grundstücke verkauft, ehe von Bülow 1848 wieder damit begann und nun die Einwohnerzahl bis 1862 rasch auf 370 anstieg. Im königlichen Teil lebten 275 Einwohner.

An zahlende Gäste wurde erst 1852 vermietet – der Lehrer und Kantor Johann Koch war der erste, der damit begann. Im Jahre 1899 wurde die 280 Meter lange Seebrücke im Stil der Gründerzeit gebaut. Im Jahre 1908 erhielt der gesamte Ort Ahlbeck den Seebad-Titel.

Ein beliebter Urlaubsort ist Ahlbeck auch nach dem Ende der Monarchie geblieben. Die historische Seebrücke überstand Kriege und Diktaturen und wurde zu DDR-Zeiten sogar unter Denkmalschutz gestellt. Nach der Wende wuchs der Ort noch einmal durch die Entstehung zahlreicher Unterkünfte. Bis 2005 war Ahlbeck eine eigenständige Gemeinde mit 3.395 Einwohnern, bevor sie sich 2005 mit Bansin und Heringsdorf zur Gemeinde Dreikaiserbäder zusammen schloss.

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