Fewo, Pension, Residenz, Apartment, Suite…? Die kleine Unterkunfts-Kunde.

Die Nord- und Ostseeküste bietet vielfältige Unterkünfte, doch welche passen zu wem? Und was ist denn der Unterschied zwischen einer Ferienwohnung und einer Pension und einem Apartment und einer Suite? ZAM erklärt:

Gästezimmer: Die einfachste Art der Unterkunft.

Ein klassisches Gästezimmer: Bed & Breakfast.

Gästezimmer finden sich meistens bei privaten Anbietern, z.B. als Zimmer im Haus oder Nebengelass. Das reine Gästezimmer mit Bett und Bad ist selten geworden – meistens gehören auch Wasserkocher und Kaffeemaschine und ggf. ein Toaster dazu. Manche Zimmer haben eine kleine Küche. Dann ist es aber kein Gästezimmer, sondern kommt einer Ferienwohnung gleich!

Was zum Gästezimmer gehören darf, ist das Frühstück, sei es ins Zimmer geliefert oder im gemeinschaftlichen Frühstücksraum.

 

Gästehäuser: Mehrere Gästezimmer ergeben ein Gästehaus.

Der Frühstücksraum im Gästehaus ist kein Muss, aber da man Gästehäuser meistens dort eröffnet, wo sich Pensionen nicht lohnen und Ferienwohnungen sich nicht selbst versorgen können (z.B., weil es keine Einkaufsmöglichkeiten gibt), ist das Inklusiv-Frühstück ein wichtiger Bestandteil des Gästehauses. Die Zimmer bieten Bett und Bad, aber keine Küchenutensilien, sodass sich die Gäste nicht selbst versorgen können. Das ist wichtig, denn Gästehäuser stehen oft in allgemeinen Wohngebieten und in einigen sind Ferienwohnungen verboten, sodass man dort keine Küchen in den Zimmern vorfinden darf.

Gästehäuser werden nicht nur mit Ferienwohnungen verwechselt, sondern wegen des Frühstücksraums auch mit Pensionen oder gar Hotels. Meistens gibt es dann schlechte Bewertungen von enttäuschten Gästen, die zu viel erwartet haben. Ein Gästehaus hat aber nun einmal in der Regel keine Rezeption und überhaupt ist außer zum Frühstück und zur Reinigung kein Personal im Haus. Darum kann man das auch nicht mit einer Pension vergleichen.

Gästezimmer – ob in Wohn- oder Gästehäusern – sind also optimal für alle, die mobil und bereit sind, sich außer Haus selbst zu versorgen und die keinen Service über die Unterkunft und das Frühstück hinaus erwarten.

Ferienwohnungen und Ferienhäuser: Ferien für Selbstversorger.

Die Küche ist ein Indiz für eine Ferienwohnung.

Ferienwohnungen unterscheiden sich von Gästezimmern durch die Ausstattung. Hier kann mehr, als nur übernachtet werden.

Der Name sagt schon, dass Ferien-Wohnen möglich ist. Es gibt also auch eine Küchenausstattung, sodass man einkaufen, kochen und sich somit den ganzen Urlaub über selbst versorgen kann, ganz wie zuhause.

Oft gibt es auch mehrere Zimmer, wie Wohn- Schlaf- und Kinderzimmer.

 

Ferienhäuser können für eine oder auch mehrere Familien Platz zum Wohnen bieten.

Deutlicher wird das bei Ferienhäusern.
Hier weiß man, dass ein Ferienhaus einen Wohnbereich, einen Küchenbereich und ein eigenes Bad hat – oft auch separate Schlafzimmer für Eltern und Kinder. Ferienhäuser sind im Verhältnis zu Ferienwohnungen, was Miethäuser zu Mietwohnungen sind – also genau dasselbe, nur in anderem Umfang.

 

Ferienwohnungen sind in allgemeinen Wohngebieten oft verboten, sodass es derzeit Streit um einst genehmigte Ferienwohnungen in den Städten und Dörfern gibt. Darum sind einige Anbieter dazu übergegangen, ihre Angebote anders zu benennen, z. B. anzugeben, es sei nur ein Gästezimmer oder – wo Beherbergungsgewerbe laut Bebauungsplan zulässig ist – eine Pension. Darum muss zunächst einmal der Unterschied hervor gehoben werden:

Ferienwohnungen sind keine Beherbergungsbetriebe

Linden-Palais Heiligendamm: Hier stand vorher eine Pension.

Ein Betrieb des Beherbergungsgewerbes ist z.B. eine Pension oder ein Hotel. Man mietet ein Zimmer oder eine Suite und es gibt Angebote inklusive oder zusätzlich zu buchen – zum Beispiel Frühstück, Wellness etc..

Ganz frei ist man in seiner Tagesgestaltung nicht, denn da man sich im Zimmer nicht selbst versorgen kann, muss man es verlassen und im oder außer Haus essen gehen.

 

 

Hier dürfen nur Ferienwohnungen entstehen, aber nicht dauerhaft gewohnt werden.

Eine Ferienwohnung hingegen ermöglicht einer wechselnden Nutzerschaft Wohnen im rechtlichen Sinne – also die vollständig selbständige Gestaltung des Lebens.

Man muss die Wohnung nicht verlassen, kann dort selbst Essen zubereiten. Das Terrain der bloßen Beherbergung ist damit verlassen und es wird gewohnt. Das ist in Sonderordnungsgebieten für Hotels und Pensionen unzulässig.

 

 

Was ist mit Apartments, Suiten, Ferienzimmer?

Somit sind auch „Appartements“ oder eingedeutscht „Apartments“ oder „Suiten“ oder „Ferienzimmer“ immer noch Ferienwohnungen, wenn sie mit Küchenutensilien ausgestattet sind, die eine selbständige Zubereitung von Speisen über die Butterbrotstulle hinaus ermöglichen.

 

Und was ist mit Suiten-Hotels und Apartment-Häusern?

Unterschiedliche Häuser und Beherbergungs-Konzepte: In Grömitz gibt es unter einem Dach Hotelzimmer,, Apartments und Apartments mit Hotelservice.

Apartmenthäuser und Suitenhotels sind Neuerfindungen. Man richtet ein paar Verwaltungsräume oder Rezeption ein, ein Bistro oder ein Café oder eine Gaststätte und vielleicht noch ein Schwimmbad und ein Wellnessbereich und schon möchte man meinen, es sei ein Hotel oder zumindest eine Pension.

Hier muss man genau hinsehen:
Haben die Wohnungen Küchen oder Kochzeilen oder Kochnischen oder ein Pantry, sind es keine Hotelzimmer oder Pensionszimmer, sondern Ferienwohnungen.

Ein Indiz ist auch, wenn die Wohnungen zum Verkauf angeboten werden. Kein Hotel würde seine Zimmer verkaufen, denn sie sind ja das wichtigste Kapital.

Wie in den 80ern an der schleswig-holsteinischen Küste: Bebauung in Börgerende-Rethwisch.

Bauträger, die mehrere Fewo-Komplexe bauen und die Wohnungen an private Erwerber verkaufen, verdienen damit ihr Geld (ebenso die mit dem Verkauf betrauten Makler).
Das Risiko ist überschaubar, da erst nach dem Verkauf eines gewissen Anteils mit dem Bau begonnen wird.Die Verkäufer haben nach Übergabe an die Eigentümer (-gemeinschaft) nichts mehr mit der Immobilie und der Nutzung zu tun. 

 

Alle weiteren Kosten und das wirtschaftliche Risiko tragen also die Eigentümer selbst und bei Komplexen mit vielen verschiedenen Eigentümern, die verschiedene finanzielle Möglichkeiten haben, ist Einigkeit nicht selbstverständlich. Sollte es nach dem Verkauf gar zu einer Nutzungsuntersagung kommen – zum Beispiel, weil betroffene Nachbarn ein Normenkontrollverfahren anstrengen – haben die Erwerber der Wohnungen das Nachsehen.

Der Gast merkt davon nichts.

Für den Gast ist das alles nebensächlich: Gerade für Familien, die es sich nicht leisten können, jeden Tag essen zu gehen, sind Ferienwohnungen wegen der Möglichkeit zur Selbstversorgung die erste Wahl. Alle anderen ziehen es im Urlaub vor, sich verwöhnen zu lassen.

 

Pensionen: Kleine Hotels.

Die „Ostsee-Pension Hildebrandt“ in Heiligendamm war eine klassische Pension.

Zum Beispiel in Pensionen. Anders als in Hotels gibt es hier meistens keine großen Gemeinschaftsbereiche, wie Speisesaal, Lobby, Wellnessbereich oder Sportraum und auch eine rund um die Uhr besetzte Rezeption ist hier nicht zwingend erforderlich.

Dadurch können Pensionen meistens günstigere Preise anbieten und werden deshalb gern von Urlaubern gebucht, die sparen wollen oder müssen.

 

Hotels: Die Pyramidenspitze.

Kleine Welt: Hotels, besonders Resort-Hotels.

Das große Vorbild der Pensionen sind Hotels. Hier kann man vom Check-in bis zum Check-out in einer ganz eigenen Welt Urlaub machen und sich rund um die Uhr verwöhnen lassen.

Fast immer gibt es eine rund um die Uhr besetzte Rezeption oder einen erreichbaren Service, meistens auch einen Speisesaal und oft zusätzliche gastronomische Angebote, wie ein Restaurant oder eine Bar.

Jedes Hotel versucht, mit irgendetwas zu punkten: Wellnessbereich oder SPA oder ein besonderes Ambiente oder auch die Geschichte des Hauses an sich.

Ein Hotel setzt bereits eine gute touristische Infrastruktur voraus: Ein schönes Umfeld, vielfältige Freizeitangebote, hochwertige Kultur, attraktive Einkaufsmöglichkeiten. Es trägt aber auch selbst zur Infrastruktur bei, indem es Gastronomie, Dienstleistungen und Gewerbe bietet, welche die Umgebung nicht oder nicht in dieser Qualität hat.

Hotels eignen sich für jede Klientel zu jeder Jahreszeit. Manche Hotels sind für Familien mit Kindern attraktiver, als andere, aber insgesamt sind Hotels ein Garant für einen schönen Urlaub.

 

Welche Unterkunft für wen?

Auch wenn Hotels für jedermann geeignet sind und sich alle dort wohl fühlen werden, so kann oder will doch nicht jeder sich einen Hotelaufenthalt leisten. Welche Unterkunft eignet sich für welche Leute? Hier erfahren Sie es:

Für den schmalen Geldbeutel sind Gästezimmer und Gästehäuser geeignet. Hier bekommt man je nach Lage und Ausstattung schon ab 20 Euro pro Nacht – an der Küste eher ab 50 Euro – eine gute Unterkunft. Versorgen muss man sich selbst, was angesichts der fehlenden Kücheneinrichtung nicht ganz einfach ist. Wer nur ein bis zwei Nächte bleibt, mag beim Bäcker sein Frühstück und im Bistro sein Mittag essen und sich zum Abend etwas ins Zimmer liefern lassen. Allerdings zahlt man bei Kurzaufenthalten meistens einen Aufschlag oder sie werden gar nicht erst angeboten. Für die Anbieter rechnet sich ein Aufenthalt wegen des Personalaufwands für Reinigung und ggf. Frühstück und oft auch abzuziehender Provision erst ab drei Übernachtungen. Man sollte also Angebote vergleichen, zum Beispiel bei booking.com, wo auch viele regionale Privatanbieter zu finden sind.

Wer sich ganz selbst versorgen möchte, wählt eine Ferienwohnung. Allerdings ist hier dann vieles, wie zuhause: Man muss selbst die Betten machen, putzen, einkaufen und Essen zubereiten. Für wen es schon Urlaub ist, all das nicht zuhause tun zu müssen, sondern es in seiner freien Zeit tun zu wollen, für den sind Ferienwohnungen geeignet. Meistens sind sie auch geräumiger, als Gästezimmer, weil sie ja Küche und Essecke haben müssen und man muss natürlich nicht so viel Wäsche mitnehmen, wenn man vor Ort waschen kann. Das bieten einige Gästehäuser übrigens auch an. Ferienwohnungen gibt es knapp unter 100 Euro, eher darüber. Oft muss man eine ganze Woche buchen, denn auch hier gelten obige wirtschaftliche Aspekte. Aber es gibt natürlich auch Ausnahmen. Hier lohnt sich ebenfalls ein Vergleich. Zum Beispiel bei der Ferienwohnungssuche bei urlaub.de, aber auch beim schon erwähnten Portal booking.com.

Für alle, die im Urlaub abschalten und sich verwöhnen lassen, aber kein Hotel buchen wollen, sind Pensionen interessant. Die Preise liegen meistens über denen der Ferienwohnungen, aber noch unterhalb von Hotels und dafür muss man sich dann um die Reinigung und oft auch das Frühstück nicht kümmern und hat eine Atmosphäre, die auf persönlichen Service aufbaut. Pensionen liegen meistens zentraler, als Gästehäuser, sodass man nicht immer zwingend ein Auto braucht oder es wenigstens stehen lassen kann. Das Leistungsspektrum von Pensionen reicht von Bed & Breakfast bis All-inclusive. Einen sehr guten Angebotsvergleich findet man bei der.

Schließlich und letztlich sind Hotels das Nonplusultra für jeden Urlaub. Schlafen, frühstücken, saunen, schwimmen, Sport machen, Mittag essen, Kultur und Unterhaltung erleben oder Aktivangebote wahrnehmen, zu Abend essen, den Tag an der Bar ausklingen lassen und auf dem Zimmer entspannen – dieses „all inclusive“ gibt es so nur in Hotels. Doch je nach Standort und Thema ist das Angebot verschieden: Die einen bieten Wellness und SPA, die anderen eher Kulinarik und Gourmet und die nächsten Spiel und Spaß für die ganze Familie. Dazwischen gibt es Business-Hotels für Geschäftsreisende oder Konferenz-Hotels für Unternehmen und City-Hotels als Ausgangspunkt für Städtereisen. Auch hier muss man also vergleichen. Zum Beispiel mit der Hotelsuche auf urlaub.de

 

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